Autor:  JAN-PHILLIP WOTTGE
Quelle: Holsteiner Zeitung
Donnerstag, 28.11.2019
Alter: 17 Tag(e)

Heißer Tanz für TSV Kronshagen

Kronshagen. Eine defekte Lautsprecheranlage verursachte erst einen Brand und schließlich auch den Abbruch des Abstiegskrachers zwischen dem TV Fischbek und der SG Wift Neumünster in der Handball-Oberliga. Der Befreiungsschlag für die Neumünsteraner im Abstiegskampf blieb also aus. Am Sonnabend um 17.30 Uhr soll dieser nun in der KSV-Halle gegen den FC St. Pauli nachgeholt werden. Am Sonntag um 17 Uhr gastiert derweil der TSV Kronshagen bei der HSG Eider Harde zum Spitzenspiel.

„Wir sind immer noch ‚nur‘ ein Aufsteiger, wenn auch mittlerweile mit 16 Punkten auf dem Konto. Favorit in eigener Halle ist die HSG Eider Harde“, erklärt Kronshagens Co-Trainer Bent Jörgensen, schiebt aber gleichzeitig nach: „Wir freuen uns auf eine gut gefüllte Halle, in der es immer lautstark zur Sache geht. Vielleicht können wir sie ja etwas mehr ärgern. Das wird ein heißer Tanz.“ Der 33:27-Heimsieg gegen TSV Ellerbek brachte „Big Points“ für den frühzeitigen Klassenerhalt auf die Habenseite. „Gegen Eider Harde gibt es Bonuspunkte. Die haben ihren talentierten Kader durch einen schlauen Trainer immer weiter entwickelt“, lobt Jörgensen seinen Trainerkollegen Matthias Hinrichsen, in dessen Kader mit Spielmacher Georg Rohwer und Linkshänder Eike Möller zwei Ausnahmespieler stehen. Als Schlüssel zum eigenen Erfolg hebt Jörgensen die Abwehr hervor: „Abwehr ist immer eine Frage der Konzentration. Wir müssen einfach da sein.“

Da sein will auch die SG Wift Neumünster. Erst ein Sieg aus neun Spielen sprang heraus. Punktgleich mit dem TV Fischbek zieren die Stock-Schützlinge das Tabellenende. Umso mehr schmerzte der Spielabbruch beim Tabellennachbarn. Zumal die Bären zur Halbzeit mit 15:11 führten und dennoch mit leeren Händen die Heimreise antraten. „Wir müssen das Positive aus dem Spiel ziehen. Für den Kopf ist das nicht einfach, die Punkte lagen schließlich schon auf dem Silbertablett“, hadert Stock. Die Findung eines neuen Spieltermins gestaltet sich schwierig. Die SG Wift ist aufgrund des Final Four im HVSH-Pokal (21./22. Dezember) ausgebucht. Doch der Fokus richtet sich zunächst auf den FC St. Pauli, der mit Siegen gegen das Spitzenduo THW Kiel II und SG Flensburg-Handewitt II für Furore sorgte: „Die spielen einen anderen Stil als in den Vorjahren, wurden zudem ordentlich verjüngt. Wenn wir das Spiel lange offen halten, bekommen wir unsere Chancen. Wir dürfen uns aber nicht wieder eine wilde Viertelstunde leisten, wo wir den Gegner wegziehen lassen“, fordert der SG-Coach, der auf seine Kreisläufer Yannik Liedtke (Sprunggelenk) und Jacob Hagelmoser (Handverletzung) verzichten muss.

Autor:  JAN-PHILLIP WOTTGE
Quelle: Holsteiner Zeitung
Donnerstag, 28.11.2019
Alter: 17 Tag(e)