Autor:  JAN-PHILLIP WOTTGE
Quelle: Holsteiner Zeitung
Donnerstag, 21.11.2019
Alter: 24 Tag(e)

Nächster Abstiegskracher für Wift

Handball-Oberligist muss in Fischbek punkten – Kronshagen erwartet Ellerbek

Neumünster. Die Enttäuschung bei den Bären saß tief: Nach der 25:26-Heimpleite gegen den TSV Ellerbek steckt die SG Wift Neumünster ganz tief im Tabellenkeller der Handball-Oberliga der Männer. Am Sonnabend um 18 Uhr geht es zum nächsten Abstiegskracher beim TV Fischbek. Derweil empfängt der TSV Kronshagen am Sonnabend (19.30 Uhr) die Ellerbeker.

„Im Abschluss müssen wir dringend eine Schippe drauflegen“, fordert Wift-Coach Yannik Stock. Gegen den TSVE war die mangelnde Chancenverwertung das Manko der Bären. Allein fünf Siebenmeter fanden nicht den Weg ins Tor. Hinzu gesellten sich eine Vielzahl an freien Fehlwürfen. Gerade von den Außenpositionen stimmte die Quote nicht. „Wir werfen keine einfachen Tore. Das macht es nicht leicht. Aus dem Rückraum fehlt uns die Wurfgewalt“, so Stock. Doch der SG-Coach versprüht weiter Optimismus: „Wir haben uns nach einem Fünf-Tore-Rückstand zurückgekämpft. Moral und Kraft stimmten. Gegen Fischbek muss die Wurfauswahl besser werden.“ Verzichten muss Stock auf Linkshänder Lars Bente (beruflich verhindert) und Kreisläufer Jakob Hagelmoser (Handverletzung). „Wir sollten jetzt irgendwie anfangen zu gewinnen, ansonsten wird es irgendwann ungemütlich“, erhöht Stock den Druck und gesteht: „Der Kopf ist entscheidend.“

Druck hat auch der TSV Kronshagen, allerdings positiven: „Das Spiel gegen Ellerbek ist enorm wichtig für die Weichenstellung in dieser Saison. Wenn wir punkten, sieht es gut auf dem Weg zum Klassenerhalt aus“, sagt TSVK-Coach Birger Ehmke, der immer wieder darauf verweist, dass es ab dem Jahresende, wenn Spielmacher Mathis Wegner seinen Auslandsaufenthalt beginnt, deutlich schwieriger wird für den Aufsteiger. „Ellerbek agiert häufig mit dem siebten Feldspieler. Dafür müssen wir Lösungen parat haben“, warnt Ehmke und sieht „die Tagesform“ als entscheidend an: „Wir wollen Ellerbek auf Distanz halten. Es geht um big points. Dessen muss sich jeder bewusst sein.“ Bis auf Marek Sonnenrein (Trainingsrückstand) und Max Hoppe (Urlaub) kann Ehmke aus dem Vollen schöpfen: „Es wäre wünschenswert, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Das gelingt uns noch zu selten“, so Ehmke.

Autor:  JAN-PHILLIP WOTTGE
Quelle: Holsteiner Zeitung
Donnerstag, 21.11.2019
Alter: 24 Tag(e)