Autor:  JAN-PHILLIP WOTTGE
Quelle: Holsteiner Zeitung
Freitag, 15.11.2019
Alter: 30 Tag(e)

Stock appelliert auch an die Ehre der Wittorfer Bären

Trainer Birger Ehmke will mit Kronshagen auf St. Pauli zurück in die Erfolgsspur. FOTO: PAESLER

Kronshagen/Neumünster. Die einen müssen, die anderen wollen. Die SG Wift Neumünster kassierte am vergangenen Spieltag in der Handball-Oberliga der Männer eine deftige 24:39-Heimklatsche gegen die HSG Schülp/Westerrömfeld. Am Sonnabend um 17.30 Uhr muss ein Sieg im Abstiegskracher gegen den TSV Ellerbek her. Der TSV Kronshagen hofft indes nach zwei Niederlagen auf einen Coup am Sonnabend um 20 Uhr beim FC St. Pauli.

„Wir sind mehr unter Druck als die“, sagt SGW-Coach Yannik Stock vor dem Duell mit dem Tabellenelften TSV Ellerbek, der drei Pluspunkte mehr auf dem Konto hat als die Bären. Die müssen nach dem Heimdebakel Wiedergutmachung bei den Fans betreiben: „Die Zuschauer zahlen Eintritt. Und wir liefern dann so etwas ab. Das geht nicht“, packt Stock seine Schützlinge bei der Ehre. Gegen Schülp war sein Team in allen Belangen unterlegen: „Egal was wir probiert haben, es hat nicht geklappt“, sagte Stock im Rückblick auf vier verschiedene Abwehrformationen und drei unterschiedliche Rückraum-Kombinationen, die er ins Rennen schickte.

Gegen den TSVE erhofft sich Stock aber vor allem mehr Emotionen: „Da müssen wir einen Zahn zulegen. Ellerbek kann Abwehr, das haben sie gezeigt. Wir müssen sie mit Tempo bearbeiten.“ Allerdings muss der Bären-Coach auf Lars Bente (beruflich verhindert) verzichten. Zudem steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Louis Haß, der sich eine Daumenverletzung zugezogen hat.

In die Erfolgsspur will auch der TSV Kronshagen zurückkehren. Der Aufsteiger musste zuletzt Niederlagen gegen die Drittliga-Absteiger DHK Flensborg (26:32) und die SG Flensburg-Handewitt II (33:34) einstecken. Doch leicht wird es auch am Sonnabend nicht, schließlich geht es auf den Kiez zum FC St. Pauli. Dort an der Budapester Straße wird zwar in dieser Saison endlich mit Backe gespielt, doch dass Tollhaus ist immer noch eine Festung. Vor zwei Wochen büßte der THW Kiel II dort seine weiße Weste durch eine 23:28-Niederlage ein. „Wir werden dort 110 Prozent abrufen müssen, um zu bestehen. Gegen Flensburg-Handewitt haben wir eine katastrophale erste und eine hervorragende zweite Halbzeit gespielt. Wir müssen jetzt das Negative verdrängen und das Positive konservieren“, fordert TSVK-Coach Birger Ehmke, der in Hamburg auf den Einsatz von Stammkeeper Jasper Basenau (muskuläre Probleme) hofft.

Autor:  JAN-PHILLIP WOTTGE
Quelle: Holsteiner Zeitung
Freitag, 15.11.2019
Alter: 30 Tag(e)