Grünes Licht für Zuschauer bei „Crowntown“ und Krabben

Kronshagen-Trainer Yannik Stock. Foto: Jan-Phillip Wottge

Die Handball-Oberligisten TSV Kronshagen und HSG Holstein Kiel/Kronshagen erstellen eigenes Hygienekonzept und treten als Veranstalter auf

Kronshagen. Am Montagabend gab es grünes Licht. Die Oberliga-Handballer des TSV Kronshagen können ihren Saisonauftakt am Sonnabend (19 Uhr) gegen HT Norderstedt vor Zuschauern bestreiten. Es ist das Ende eines schier endlosen Gerangels um ein Hygienekonzept. Maximal 99 Fans dürfen vorerst in der Sporthalle Kronshagen Platz nehmen. Tickets können ab Mittwoch über das Online-Portal handballticket.de geordert werden, wo in einem Abwasch die Kontaktdaten der Zuschauer erfasst werden und gleichzeitig ein Saalplan mit fester Platzzuordnung erstellt wird.

Erfolgreicher Testlauf des Hygienekonzepts

„Dass wieder Fans in unsere Halle dürfen, ist ein Schritt in Richtung sportliche Normalität“, sagt TSVK-Coach Yannik Stock. Das neue Hygienekonzept wurde mit dem Frauen-Oberligisten HSG Holstein Kiel/Kronshagen, der am Sonntag mit einem Heimspiel gegen Preußen Reinfeld (17 Uhr) startet, erarbeitet. Einlass erfolgt nach der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Ein angedachtes 2G-Modell scheitert an den baulichen Voraussetzungen der Sporthalle, weil es nur einen Eingang für die Fans in die Halle gibt. Sensibel bleibt das Thema Kabinenbelegung: Wegen mangelnder Belüftungsmöglichkeiten sind im neuen Hygienekonzept sechs Personen pro Umkleidekabine gestattet. Jedem Team stehen zwei Kabinen zur Verfügung. Das Duschen ist erlaubt.

Anders als im Herbst 2020 treten die Krabben (Frauen) und „Crowntown“ (Männer) als Veranstalter ihrer Heimspiele auf – und nicht mehr die Gemeinde Kronshagen. „Wir haben die Verantwortung für die Umsetzung des Hygienekonzeptes, sprechen mit dem zuständigen Gesundheitsamt und können uns an den Vorgaben der Landesverordnung orientieren“, erklärt Hol/Kro-Trainer Thore Schläger. Ein Testlauf mit Zuschauern und Spielern wurde beim Oberliga-Qualifikationsturnier der weiblichen Jugend A erfolgreich absolviert.

„Man muss alle vier Heimspiele gewinnen, um in die Meisterrunde zu kommen. Da helfen Zuschauer“, sagt Stock, dessen Team mit Spielmacher Mathis Wegner (Karriereende), Keeper Jasper Basenau (HSG Eider Harde) und Felix Schawaller (Auslandssemester) prominenten Aderlass verzeichnet. Dafür angelte man sich mit Linkshänder Jan-Ole Martin (TSV Altenholz) einen echten Hochkaräter.

Nur die ersten vier Teams der Achterstaffel, die in einer einfachen Runde ausgespielt wird, qualifizieren sich für die Meisterrunde. jpw