Derbykracher in Kronshagen

Kronshagens Spielmacher Mathis Wegner (re.) kann auch kräftig zupacken, wie er in dieser Situation gegen Mads Zinndorff von der DHK Flensborg unter Beweis stellt. FOTO: KATJA BOBZIN

Handball-Oberliga: Aufsteiger TSVK empfängt Tabellenführer THW II – Wift improvisiert

Kronshagen/Neumünster. Derbyfieber und Abstiegsangst: Während Aufsteiger TSV Kronshagen am Sonnabend um 19.30 Uhr zum Derbykracher der Handball-Oberliga gegen den Spitzenreiter THW Kiel II in die Sporthalle Kronshagen lädt, beschleichen den Oberliga-Dino SG Wift Neumünster vor dem Auswärtsspiel beim AMTV Hamburg am Sonnabend um 18 Uhr akute Abstiegssorgen.

„Wenn wir keine Punkte holen, ist es auch kein Beinbruch. Aber prinzipiell wollen wir gegen den THW II und anschließend Hürup nicht leer ausgehen. Der einzige Makel einer überaus starken Hinserie ist, dass wir noch kein Spitzenteam geschlagen haben. Aber das können wir ja ändern“, sagt TSVK-Coach Birger Ehmke mit einem verschmitzten Lachen. Ganz nah dran war der Aufsteiger bereits am vergangenen Spieltag bei der HSG Eider Harde, als man sich denkbar knapp mit 30:31 geschlagen geben musste. Letztlich entschieden Nuancen zu Gunsten der HSG.

„Der THW schlägt ein mörderisches Tempo an, da müssen wir bereit sein. Wir freuen uns auf ein Topspiel. Eine Rivalität gibt es jedoch nicht. Einige unserer Spieler haben eine erfolgreiche THW-Vergangenheit“, erwartet Ehmke ob der Ex-Zebras Felix Schawaller, Marvin Christ und Jasper Basenau eher ein Handballfest als ein vor Brisanz kochendes Derby. Allerdings freut sich Ehmke, dass er das Derby mit „voller Kapelle“ und ohne Personalsorgen bestreiten kann.

Auf Personalsorgen würde sein Trainerkollege bei der SG Wift, Yannik Stock, gerne verzichten. Doch Stock stehen vor dem richtungsweisenden Duell mit dem AMTV Hamburg (11.), der immerhin schon vier Pluspunkte mehr gesammelt hat als das Schlusslicht aus Neumünster, nur acht fitte Feldspieler zur Verfügung. Während am Kreis nach den Ausfällen von Jacob Hagelmoser (Verdacht auf Handbruch) und Yannik Liedtke (Sprunggelenksverletzung) eine Lücke klafft, droht nun auch im Tor ein Kollektivausfall: Oliver Titze plagen seit Wochen Rückenprobleme, zudem meldeten sich unter der Woche Eric Quednau und Andre Hoffmann wegen gesundheitlicher Probleme vom Training ab. Da auch Magnus Hannemann (Grippe) und Justin Kaminski (Seminar) passen müssen und hinter Lars Bente (beruflich bis 17.30 Uhr eingespannt) sowie Louis Haß (krank) noch Fragezeichen stehen, ist Stock zum Improvisieren gezwungen: „Wir müssen Anleihen bei unserer zweiten Mannschaft nehmen. Die Vorzeichen könnten besser sein.“ Verlieren beim AMTV steht für die Bären auf dem Index, ansonsten ginge der Anschluss ans Tabellenmittelfeld vollends verloren. „Wir müssen uns taktisch clever verhalten, wenn wir nicht über das RTempo kommen können“, fordert Stock.