Wifter Bären brauchen dringend Futter

Handball-Oberliga : Pokalsieg gegen DHK gutes Omen für Punktspiel in Neumünster – Kronshagen entspannt nach Hürup

Kronshagen/Neumünster. Unterschiedlicher könnten die Gefühlswelten der Handball-Oberligisten TSV Kronshagen und SG Wift Neumünster vor dem letzten Hinrundenspieltag nicht sein. Während der Aufsteiger aus Kronshagen entspannt zum Auswärtsspiel am Sonnabend um 17 Uhr beim TSV Hürup reist, greift das Tabellenschlusslicht aus Neumünster im Heimspiel gegen DHK Flensburg um 17.30 Uhr nach dem Strohhalm im Abstiegskampf.

Die Bären kriechen personell auf dem Zahnfleisch Richtung Weihnachtspause. Doch bis dahin hat die SG Wift noch ein Mammutprogramm zu absolvieren. Auf das letzte Oberligaspiel des Jahres gegen DHK Flensborg am Sonnabend folgt am vierten Adventswochenende das Final Four im HVSH-Pokal in Tarp. Die SG Wift reist dort als Titelverteidiger an.

Doch vor dem Pokal gibt es Abstiegskampf: Gegen den Drittligaabsteiger aus Flensborg (7./13:11) fehlen Wift-Trainer Yannik Stock erneut die beiden Kreisläufer Jacob Hagelmoser (Handverletzung) und Yannik Liedtke (Sprunggelenk) sowie Abwehrchef Magnus Hannemann (Grippe) und der beruflich verhinderte Linkshänder Lars Bente. „Wir müssen womöglich wieder Anleihen bei unserer Zweiten nehmen“, prognostiziert Stock, der die Trainingseinheiten bereits mit dem Landesligateam absolvieren lässt. Immerhin, die Bären können DHK Flensborg! Das bewiesen sie mit dem 32:26-Sieg im Viertelfinale des Landespokals.

„Da ist es uns gelungen, deren individuellen Stärken in den Griff zu bekommen. Aber am Sonnabend beginnt alles wieder bei Null. Wir müssen einfach sehen, dass wir unsere Schwächephasen besser überbrücken“, fordert Stock und hofft zum Jahresende auf den zweiten Saisonsieg.

Völlig frei von Druck und mit guten Erinnerungen fährt der TSV Kronshagen zum TSV Hürup: „Wir sind dort bei SH-Liga-Truppe von Hürup aufgestiegen. Die Halle ist gefühlt unsere zweite Heimspielstätte“, sagt TSVK-Coach Birger Ehmke mit einem Schmunzeln. Die Lockerheit beim Aufsteiger ist da. Kein Wunder in einem spannenden Derby luchste der TSVK dem Spitzenreiter THW Kiel II beim 27:27 am vergangenen Spieltag einen Punkt ab. „Wenn wir in Hürup nachlegen, wäre es wunderbar“, sagt Ehmke. Und das Unentschieden gegen die Jungzebras brachte eine weitere wegweisende Erkenntnis mit sich: Es geht auch ohne Mathis Wegner. Wegner zog sich gegen den THW eine Achillessehnenverletzung zu, die jedoch keine lange Pause nach sich zieht. Da der Spielmacher aber ohnehin bis zum Saisonende einen Auslandsaufenthalt in Südafrika geplant hatte, wird er aus Vorsichtsgründen gegen Hürup fehlen. „ Die Jungs haben gesehen, dass ohne Mathis andere Verantwortung übernehmen müssen. Das ist jetzt schon die Probe aufs Exempel für die Rückrunde“, erklärt Ehmke entspannt.